„Dokusan“ (japanisch: 独参) ist im ZEN das persönliche Gespräch zwischen einem Schüler und einem ZEN-Meister oder Lehrer. Diese Einzelgespräche sind ein wichtiger Bestandteil der ZEN-Praxis, besonders während intensiver Meditations-Retreats wie „Sesshin“ oder „Zazenkai“. Das Wort „Dokusan“ bedeutet wörtlich „allein zum Meister gehen“ und weist darauf hin, dass es eine direkte, persönliche Begegnung zwischen Lehrer und Schüler ist.

Im Dokusan können Schüler Fragen zur ZEN-Praxis stellen, Erfahrungen aus der Meditation besprechen oder sich Rat zu spirituellen Herausforderungen holen. Ein zentraler Bestandteil vieler Dokusan-Gespräche ist die „Koan“-Arbeit, also das Üben mit paradoxen Fragen oder Geschichten, die tiefere Einsichten in die Natur des Geistes fördern sollen. Der Lehrer stellt dem Schüler ein Koan oder überprüft die Antwort, die der Schüler auf ein bereits bearbeitetes Koan entwickelt hat.

Die Atmosphäre im Dokusan ist oft von Dringlichkeit und Fokus geprägt, da das Gespräch die spirituelle Entwicklung des Schülers fördern soll. Es ist eine Gelegenheit für den Lehrer, den Fortschritt des Schülers zu beurteilen und ihm durch direkte Fragen und Hinweise zu helfen, über intellektuelles Verstehen hinauszukommen und tiefere Erfahrungen zu machen.

Weisheit vom Vergessen

Wirf deine Gedanken wie Herbstblätter in einen blauen Fluss,
schau zu, wie sie hineinfallen und davontreiben,
und dann vergiss sie.



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Interessante Informationen zum Thema ZEN. Zusammengestellt von Holger Rudolph.

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